Klettern am Schreistein

31. Mai 2016

Der Schreistein, südlich des Tegernsees gelegen, bietet viele Kletterrouten in gemäßigten Schwierigkeitsgraden an einem schön gelegenen und perfekt erschlossenen Felsen. Durch die knapp 1,5h Zustieg ist er wenig frequentiert und bietet uns noch eine leichte Wanderung.

Klettern mit Wallberg-BlickDer Schreistein, südlich des Tegernsees neben Risserkogel und Blankenstein gelegen, ist ein eher weniger bekanntes Klettergebiet in den bayrischen Alpen. Das mag daran liegen dass man ca 1,5h wandern muss bis man den Fels erreicht, dafür wird man aber mit griffigem Fels und super abgesicherten Routen belohnt. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich fast durchgehend im 5. und 6. UIAA-Grad, oft mit Rissen und Wasserrillen, teilweise plattig und manchmal leicht überhängend. Topos gibt es hier: https://www.alpinfieber.net/topos/

Riedereck-AlmDer Zustieg führt uns zunächst auf einem asphaltierten Weg vom Parkplatz zur Siebli-Alm (Beschilderung: Risserkogel über Riedereck). An der Alm zweigt ein kleiner Pfad rechts ab und es geht steiler bergauf bis zum Riederecksattel. Am höchsten Punkt des Aufstiegs biegen wir rechts ab und gehen weglos Richtung Schreistein. Über Schrofen und eine kleine Verschneidung gelangen wir auf die Nordwest-Seite zum Klettergarten. Die letzten Meter des Aufstiegs sind nicht ganz einfach, da Schuhe und Felsen voller Matsch und dadurch sehr rutschig sind.

Sanne in "Spaltgewalt"Außer uns sind heute ca. 15 andere Kletterer am Fels, damit ist der Schreistein zwar noch nicht überfüllt, aber durch den schmalen Bereich am Felsfuß wird es doch manchmal eng. Wir finden trotzdem gleich eine leichte Route zum einklettern und erfreuen uns über griffigen Fels. Die Routen sind mit Umlenkern ausgestattet die sich allerdings unterscheiden: mal muss man an einem Ring umfädeln, mal hängt ein Karabiner in einer Kette (leider teilweise nur ein einzelner Schnappkarabiner!). In leichteren Abschnitten muss man auch mal etwas länger ohne Zwischensicherung klettern, aber generell ist die Absicherung gut. Die Routen sind am Einstieg angeschrieben, das erleichtert den Umgang mit den Topos.

Auf dem Rückweg wählen wir den alternativen Abstieg entlang des Blankensteins mit seiner imposanten 250m Nordwand. Weiter unten kommen wir dann noch an den Siebli-Wasserfällen vorbei und erreichen nach ca. 1,5h wieder den Parkplatz. Insgesamt ein wirklich sehr gelungener Tag! Der Schreistein ist ein sehr lohnendes Kletterziel und wir kommen bestimmt nochmal.

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