Wanderung auf das Trainsjoch

Wanderung auf das 1707 m hohe Trainsjoch zwischen Bayrischzell und Kufstein. Aufstieg über die Trainsalm, am Grat entlang zum Gipfel und über die Mariandlalm zurück. Geplant war eine eher kurze Tour, da wir aber schon am Parkplatz die falsche Abzweigung genommen haben wurde sie dann doch deutlich länger.

Am Wochenende stand mal wieder eine Wanderung auf dem Programm, es sollte von Geitau auf den Hochmiesing gehen. Karin und Stefan wollten uns mal wieder begleiten, hatten aber aufgrund der Länge der Tour Bedenken. Ihr Gegenvorschlag war das Trainsjoch auf der deutsch-österreichischen Grenze zwischen Bayrischzell und Kufstein, in ihrem Wanderbuch („Münchner Wanderberge“ von Rother) war die Tour mit ca. 4h veranschlagt. Mir hat das nichts gesagt, ein kurzer Check im Internet sah aber vielversprechend aus. Aufgrund des biergartentauglichen Wetters am Vorabend war die Aussicht auf eine kurze Tour auch nicht die schlechteste.

P1030445Um 9 Uhr stehen die beiden bei uns vor der Türe und es kann losgehen. Die Fahrt dauert recht lange (ca. 1,5h) und wir ergattern den letzten freien (und etwas abenteuerlichen) Parkplatz am Straßenrand. Kurz darauf marschieren wir an einem Wegweiser mit Aufschrift Trainsjoch vorbei und sind guter Dinge. Auf einem breiten Forstweg geht es gemächlich aufwärts, der Blick auf die umliegenden Berge und Wiesen wird immer wieder frei. Lediglich die im Wanderbuch erwähnte Abzweigung, die nach ca. 20 Minuten erreicht werden soll, will einfach nicht auftauchen. Als wir dann eine Kreuzung erreichen passt diese auch so gar nicht zur Beschreibung, aber immerhin ist das Trainsjoch weiterhin angeschrieben. Eine ordentliche Karte haben wir nicht dabei und das GPS-Gerät bleibt in der Tasche, ist ja alles gut ausgeschildert. Nach und nach wird uns klar dass das nicht mehr die geplante Tour ist, der Weg aber trotzdem zum Ziel führt.

P1030471Nach etwas mehr als 1,5h erreichen wir die Trainsalm und sehen zum ersten mal das Trainsjoch und den Gipfelgrat über den die deutsch-österreichische Grenze verläuft. Hier wird die Ausschilderung leider sehr dürftig. Wir wollen am Grat entlang zum Gipfel, sehen aber keinen Weg der hinaufführt. Im Osten steht ein Kreuz, und es führt auch ein Weg hin, allerdings ist nicht klar ob dort auch ein Weg zum Grat ist. Auf der GPS-Karte ist ein Weg direkt von der Alm zum Grat eingezeichnet, wir können ihn aber am Hang nicht erkennen. Nach etwas Hin und Her entscheiden wir uns für den direkten Weg eine steile Wiese hinauf. Laut OpenStreetMap soll hier ein Pfad sein, das ist aber definitiv nicht so. Nach 20 Minuten sehr steilem Aufstieg stehen wir am Grat, und sehen dass der bessere Weg letztendlich doch weiter unten am Kreuz östlich der Alm begonnen hätte.

P1030505Nun wird es nochmal anstrengen, in stetigem Auf und Ab geht es durch Latschen am Grat entlang zum Trainsjoch. Die Aussicht ist super, hinter uns erhebt sich der Wilde Kaiser, vor uns das Mangfallgebirge, Tegernseer Alpen bis hin zum Karwendel. Am Horizont sieht man die Gletscher von Großglockner und Venediger, die Gipfel sind leider etwas wolkenverhangen. Der Ausblick am Trainsjoch ist wirklich super, uns wird durch die vielen Insekten leider der Aufenthalt etwas vermiest. So machen wir uns nach Fotosession und Vesperpause auch schon wieder an den Abstieg.

P1030496Der Abstieg zur Trockenbachalm (oder auch Mariandlalm genannt) ist nicht ganz einfach, man muss immer mal wieder die Hände benutzen und etwas auf loses Gestein achten. Die Aussicht bleibt aber unverändert schön. Nach einer Weile zeigt sich dann unser nächsten Zwischenziel, die Vorfreude auf ein kühles Weißbier steigt. Dafür sind aber noch einige Höhenmeter abzusteigen, was aber auf dem recht steilen Pfad doch relativ schnell geschieht.

P1030515Nach der Stärkung an der Alm ist der Rest nur noch Formsache: Auf dem Forstweg erreichen wir nach einer guten halben Stunde den Parkplatz und sehen dann auch wo wir uns morgens vertan haben. Wir hätten bereits am Parkplatz den nächsten Waldweg nehmen müssen, der ca. 50 m weiter nördlich von der Straße abzweigt und direkt zur Mariandlalm führt. Der Umweg hat uns am Ende mindestens 2 Stunden extra gekostet, dafür hatten wir aber mehr Abwechslung. Ich fand die Tour wirklich sehr schön. Der Ausblick ist genial, lediglich die Beschilderung rund um die Trainsalm könnte besser sein. Unser Querfeldein-Anstieg über die Wiese war sehr anstrengend, wir haben aber keine Alternative gesehen. Am Hang gegenüber sind ebenfalls zwei Wanderer direkt über die Wiese aufgestiegen.


 

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2 Kommentare zu “Wanderung auf das Trainsjoch

  1. Cool, wusste gar nicht, dass man GPSies in andere Sites integrieren kann. Ach und die Wanderung war bestimmt auch schön 🙂

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