Skiurlaub in Südtirol, Sellaronda in den Dolomiten

4. Februar 2016

 

Vier Tage Skifahren rund um den Sellastock inmitten der unvergleichlichen Bergwelt der Dolomiten. „Superski Dolomiti“ bzw. die Sellaronda stehen für höchsten Pistengenuss, und das wollten wir im Januar 2016 selbst erleben.

SellastockMein Opa schwärmt seit Jahrzehnten von den Dolomiten und dem Skigebiet rund um Sellastock und Langkofel. Selbst nach dieser langen Zeit bekommt er glänzende Augen wenn er von der Landschaft und den tollen Abfahrten erzählt. Ich konnte nie richtig verstehen warum gerade dort alles anders sein soll als anderswo. Dieses Jahr hatte er mich endlich soweit mir das ganze selbst anzuschauen. Und nun muss ich sagen: Ich verstehe nun was er meinte, und es war sicher nicht mein letzter Besuch in Südtirol.

Grödner JochDie Landschaft: Ein Traum. Die Pisten: Trotz akutem Schneemangel perfekt. Die Infrastruktur: Teilweise etwas veraltet, aber quasi nie Wartezeiten. Die Auswahl an Abfahrtsvarianten: Überwältigend, jedenfalls zu viel für vier Tage. Wir haben eine Unterkunft in Wolkenstein, direkt an der Sellaronda gelegen. Unsere Pension („Garni Bonega“) liegt direkt an der Piste, das Auto benötigen wir die ganze Zeit nicht. Allerdings bietet es sich an bei Ankunft bereits eine Liftkarte im Ort zu kaufen, an den kleineren Einstiegsliften gibt es keine Verkaufsschalter.

Bei ArabbaDas Herzstück des Skigebiets ist die Sellaronda, das ist eine Runde um den Gebirgszug Sellastock die man auf Skiern in ca. 5-6h absolvieren kann. Dabei gibt es zwei Routen: die orangene (im Uhrzeigersinn) und die grüne (gegen den Uhrzeigersinn). Dadurch sind im Prinzip schon zwei Tage verplant ohne dass man allzu viele Pisten doppelt fährt. Unterwegs machen wir in den Teilgebieten immer wieder einen kleinen Abstecher, so sehen wir Großteil des Skigebiets, auch wenn wir bei weitem nicht alle Pisten fahren. Ebenfalls sehr lohnenswert ist ein Abstecher zu Seceda, wobei es die wunderschöne und lange Talabfahrt nach Sankt Ulrich gibt.

Plattkofel, Langkofel und SellatürmeAlles was von der ausgeschilderten Sellaronda abweicht ist sehr wenig befahren, gerade deshalb lohnt es sich immer mal wieder alternative Routen zu suchen. Besonders gut haben uns dabei die Abstecher bei Colfosco und Arabba (Richtung Marmolada) gefallen. Überwiegend blaue, aber wunderschöne Pisten im Wald, finden sich in Corvara. Rund um den Pordoipass war es meistens sehr voll, und direkt am Langkofel gibt es häufiger unattraktive Ziehwege.

Leider gibt es diesen Winter in Südtirol kaum Schnee, es ist bitterkalt (-22°C und Sturm) bei strahlendem Sonnenschein. Den Bedingungen auf den Pisten tut das keinen Abbruch, sie sind durchweg sehr gut präpariert, lediglich gegen Nachmittag kommt an einigen Stellen das blanke Eis zum Vorschein. Und egal wie viel Schnee liegt, das Bergpanorama der Dolomiten ist immer überwältigend, und allein deshalb kommen wir mit Sicherheit wieder hierher, am besten schon im Sommer zum wandern oder klettern!